Sakya Nunnery

Erster Tempel für Nonnenkloster der Sakya-Tradition in Indien

Am 29. März 2009 wurde in einer fast eine Woche dauernden Feierlichkeit der erste Tempel für Nonnen der Sakya Tradition außerhalb Tibets eingeweiht. Das Nonnen-kloster, liegt in Dehradun, etwa 250 km nördlich von New Delhi und hat bis zu dieser außergewöhnlichen Einweihungsfeier des Tempels einen langen Weg hinter sich.

Die ersten Nonnen lebten zu erst beengt in einem kleinen Haus in Dehradun. S.H. Sakya Trizin hatte ein Gelände erwerben können und dort das Nonnenkloster 1998 etabliert. Anfangs mussten Unterkünfte gebaut werden um den vielen Nonnen erst einmal ein Dach über dem Kopf geben zu können. Die Schulklassen darin dienten zum Teil als Schlafsäle und der Speisesaal als Gebetsraum und Tempel.

Schüler von S.H. Sakya Trizin aus fast allen Kontinenten dieser Erde schlossen sich 2000 zusammen um in einer Großaktion für den so sehr benötigten Tempel und gleichzeitig für ein weiteres Wohngebäude weltweit Spenden zu sammeln. So entwarfen Sie ein System in dem jedem Teil des „Universums-Mandala mit den 37 Häufchen“ ein verschieden hoher Betrag zugeordnet wurde, der allein oder gemeinsam mit Freunden finanziert werden konnte. Diese Aktion nahm fast 8 Jahre in Anspruch. Schritt für Schritt konnten die benötigten Gelder für den Bau zusammen getragen werden und führte so zum Erfolg.

Gemeinsam mit seiner ganzen Familie verbrachte S.H. Sakya Trizin eine ganze Woche im Tempel der „Sakya Nunnery“ um die Eröffnung gebührend zu würdigen. Viele hohe Lamas und Würdenträger nahmen an der Eröffnungszeremonie teil. Der Besucheransturm aus nah und fern war so groß, dass das Gelände des Nonnen-klosters die Menschen kaum fassen konnte.


Einweihung des Tempels

In den ersten beiden Tagen wurde der Tempel und die sich darin befindlichen Statuen, Thankas und Ritualobjekte eingeweiht. Als Höhepunkt der Woche gab S.H. Sakya Trizin eine 2-tägige Kalachakra-Einweihung gefolgt von einer Einweihung in die 21 Taras. Hinterher segnete S.H. noch jeden Besucher persönlich, was bei der großen Zahl der Teilnehmer viele Stunden in Anspruch nahm.

Die Besucher waren erstaunt und erfreut, als sie sahen, dass die Nonnen in vielen Bereichen leitende Funktion einnahmen und insbesondere bei dem unerwartet hohen Besucherandrang ein außerordentliches Organisationstalent bewiesen. Man konnte in den Gesprächen oft hören: „wir sind sehr stolz auf unsere Nonnen.“

Mit der Tempeleinweihung ist ein weiterer wesentlicher Schritt zur Gleichstellung buddhistischer Nonnen vollzogen worden. Was der Buddha bereits zu seinen Lebzeiten begonnen hatte, war aufgrund der patriarchalen Strukturen in den nachfolgenden Traditionen vielerorts wieder verloren gegangen.

Im September 2009 soll nun auch das erste College für Nonnen der Sakya Tradition eingeweiht werden. Hierfür werden aber noch dringend Spenden und Patenschaften benötigt um die Universitätsausbildung auch langfristig sichern zu können. Diese wäre aber die Voraussetzung damit eines Tages auch eine Äbtissin in den schönen neuen Tempel einziehen kann.

Wenn Sie Interesse haben dieses Projekt zu unterstützen, wenden Sie sich bitte an Frau Gabriela Frey, verantwortliche Koordinatorin der Sakya Nunnery in Europa: gabriela.frey(at)free.fr

Weitere Informationen finden Sie unter: www.hhthesakyatrizin.org

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